DIE GESCHICHTE


Es war einmal ein junger ambitionierter Kerl aus der Barszene. Er saß eines schönen Abends in einem kleinen Ort am Rande des Odenwalds in – wie sollte es auch anders sein – einer Bar. Dort traf er zufällig einen weiteren strebsamen Dude aus der Spirituosenproduktion. Die beiden kamen ins Gespräch und philosophierten über die aktuelle Lage der Alkoholindustrie.

WIE ALLES BEGANN

„Ich find ja Rum echt klasse, aber die Produktion dauert einfach so verdammt lange im Fass“ (die Dialoge wurden vom Hessisch und Pfälzisch ins Hochdeutsch übersetzt), sagt der eine.
„Ich stehe mehr auf Gin, denn das geht viel schneller und deswegen vermarkte ich ja auch schon lange meinen eigenen Gin, aber Rum ist schon ne feine Sache. Würde ich auch gern mal herstellen, aber wohin denn 10 Jahre und länger mit den ganzen Fässern?“
„Das muss man doch optimieren können“, schießt es beiden durch den Kopf und so beginnt eine endlos lange Debatte über die Analyse und die Prozesse, die bei einer Fasslagerung ablaufen. Ein Studium in Chemieingenieurwesen mit Fachrichtung Branntweinherstellung ist da total hilfreich und zum Glück hat genau das einer der Kerle studiert. Der andere ist Perfektionist und Verfahrenstechniker und hat sich unverzüglich ans Werk gemacht.

Die Entwicklung des Verfahrens

Auf Basis von Studien und analytischen Berichten eines Instituts hat er ein Verfahren gefunden, welches alle Prozesse im Fass nachahmen kann. Dieses optimierte er in vielen Versuchen und so entstand alsbald ein Testaufbau in kleinem Maßstab. Erste Erfolge des Verfahrens konnten erzielt werden und die Idee eines technisch gereiften Rums nahm immer mehr Substanz an. Als nächstes wurde mit verschiedenen Hölzern experimentiert, um einen passenden Geschmack zu entwickeln und nach vielen Nächten in seiner Stube, fand der eine Dude schlussendlich die finale Rezeptur.

Der Boilerroom

Sogleich wurde eine Produktionsanlage geplant und der Boilerroom mit großen Boilern, Abfüllanlage und sonstigem Gedöns bestückt. Unsere heiligen Hallen füllten sich und aus der Idee wurde Wirklichkeit.

Zeitgleich entwickelte das Team das Design der Marke. Eine Flasche, die passenden Korken und auch das Logo wurden gestaltet. Hierbei orientierte man sich an der Frage: Was tun die Jungs da eigentlich?

Dolly das Schaf

Im Grunde ahmen sie fassgelagerte Spirituosen nach und erschaffen diese in einem schnelleren Verfahren als üblich. Das gleiche wurde im Jahr 1996 in der Tierwelt umgesetzt. Das Schaf Dolly war das erste geklonte Lebewesen der Welt. Boilerrum klont zwar nicht mit Gentechnik, sondern allein mit natürlichen Bestandteilen und Prozessen, aber dennoch fragten sie Dolly, ob sie das Werbegesicht sein möchte. Sie hat „Mäh“ gesagt und kurz darauf die Verträge unterschrieben. So geschah es, dass der Boilerrum in den Spirituosenmarkt einkehrte und fortan mit Dolly fassgelagerte Spirituosen in einem neuen Verfahren herstellt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tüfteln sie noch heute an weiteren neuen Produkten.

Ende


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